Die Gastroskopie, auch Magenspiegelung genannt, ist die genaueste Methode, um Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm zu untersuchen. Sie ist kurz, sicher und mit Sedierung für die allermeisten Patienten völlig unproblematisch.
Vor der Untersuchung
Sie kommen nüchtern: zwölf Stunden vor der Sedierung nichts Festes essen und sechs Stunden vorher nichts trinken, auch kein Wasser. Nehmen Sie Blutverdünner oder Diabetesmedikamente, besprechen wir vorab, wie Sie damit umgehen. Bringen Sie Ihre Medikamentenliste und Vorbefunde mit.
Während der Untersuchung
Sie liegen auf der linken Seite. Ein Facharzt für Anästhesiologie leitet die Sedierung ein und überwacht Sie durchgehend. Die meisten Patienten schlafen und erinnern sich nicht an die Untersuchung.
Über den Mund wird ein dünnes, flexibles Endoskop eingeführt und die Schleimhaut von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm betrachtet. Bei Bedarf werden kleine Gewebeproben entnommen, etwa zum Nachweis von Helicobacter pylori oder zur Abklärung einer Zöliakie. Das ist schmerzfrei. Die eigentliche Untersuchung dauert etwa zehn bis fünfzehn Minuten.
Danach
Nach einer kurzen Ruhephase besprechen wir den Befund direkt. Ergebnisse von Gewebeproben liegen nach einigen Tagen vor. Wegen der Sedierung dürfen Sie am Untersuchungstag nicht selbst Auto fahren, lassen Sie sich abholen.
Wann ist eine Gastroskopie sinnvoll?
- Anhaltendes Sodbrennen oder Reflux, vor allem wenn Medikamente nicht helfen
- Schluckbeschwerden
- Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Völlegefühl
- Eisenmangelanämie oder Blut im Stuhl
- Kontrolle bekannter Veränderungen wie Barrett-Schleimhaut
Sie haben Fragen zur Untersuchung? Die klären wir gerne vorab in der Sprechstunde.